| Wochenendseminar im Ruferhaus in Stauffenburg (Harz) vom 12. bis 15. Februar 2009 | Vier Tage waren wir „Gemeinsam Unterwegs“. Unsere Reise führte uns nach Stauffenburg in die Nähe von Seesen / Harz. | Ein riesiges 300 Jahre altes Fachwerkhaus, das „Ruferhaus Stauffenburg“ durften wir als Gruppe alleine bewohnen und uns dort atmosphärisch und kulinarisch verwöhnen lassen. | Der tiefe Schnee und die urige Umgebung in Haus und Wald geben uns das Gefühl, in eine andere Welt verreist zu sein. 15 Teilnemer und Teilnehmerinnen aus verschiedenen Elterngruppen sowie der Gruppe „Junger Erwachsener“ fanden schnell zueinander. Es gab Gespräche zwischen den Generationen. Und Gespräche aus verschiedenen Blickwinkeln. Eine Freundin oder Schwester trauert um denselben Verstorbenen ganz anders als z.B. der Vater. | Für unsere verstorbenen Kinder, Geschwister, Lebenspartner haben wir einen „Hausaltar“ errichtert. So wurden sie ein Teil unserer Gemeinschaft. Die Erinnerungen an die Zeit mit dem Kind und an diesen besonderen Menschen wurden lebendig. Wehmut, Trauer und Dankbarkeit haben wir miteinander ausgehalten. | Und dann haben wir auch noch richtig gearbeitet. Unter Anleitung von Elke Heinen sind wir auf eine innere Reise gegangen. Wir haben unseren eigenen Lebensweg aufgezeichnet und und besonders den Abschnitt angeschaut, der unseren Trauerweg betrifft. |
Was hilft oder trägt uns in den Höhen und Tiefen unseres Lebens? Wohin möchte ich den nächsten Schritt auf meinem Weg setzten? | Im tiefen Schnee haben wir ein Experiment gemacht: Was ist der Unterschied zwischen ein paar Schritten, einer Spur und einem Weg? Bin ich lieber in Gemeinschaft unterwegs oder gehe ich lieber alleine meinen Weg? Fühle ich mich wohler, wenn ich jemanden führe oder wenn ich mich führen lasse? | Unser Tag im Ruferhaus - Stauffenburg wurde eingerahmt von einer kleinen Liturgie vor dem Frühstück und nach dem Abendessen. Für viele von uns war das fremd und neu - aber irgendwie auch schön morgens und abends einen Segen zugesprochen zu bekommen. | Mit einem Bericht aus der Bibel haben wir uns auch beschäftigt. Es ging um die „Emmausjünger“. Für uns als Trauernde, die andere Trauernde in der Gemeinschaft begleiten, gab es viele Anknüpfungspunkte. Schon vor 2000 Jahren haben die Menschen erlebt, dass Trauer Zeit braucht und Austausch. Jeder muß seinen eigenen Weg finden. Und es kommt dann auch der Moment, wo der Blick nach vorne wieder klar wird. | Informationen über unser Tagungshaus
www.ruferhaus-stauffenburg.de Wir danken unseren Gastgebern für ein gelungenes Seminar |
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